Der am 29.01.1999 auf dem Album „Uruguay” veröffentlichte Song „Plastikball” von Funny van Dannen wirkt auf den ersten Blick wie ein harmloses, fast schon kindliches Loblied auf ein einfaches Spielzeug. Bei genauerem Hinsehen entpuppt er sich jedoch als Mischung aus naiver Freude und subtiler Gesellschaftskritik. Der Plastikball wird darin als ultimatives Symbol für unbeschwertes Glück und Einfachheit dargestellt. Er ist leicht und billig und sorgt durch simple Interaktion – Werfen und Fangen – für Freude. Er dient als Kontrast zu einer komplexen Welt, da er „kein Gewicht“ hat – weder physisch noch metaphorisch.
Im Refrain wird seine ständige Verfügbarkeit betont: Plastikbälle sind überall und für wenig Geld zu haben. Mit der Erwähnung der „ersten Welt“ wird angedeutet, dass dieses Glück auf einem massenproduzierten Wegwerfartikel basiert, der typisch für westliche Überflussgesellschaften ist. Die Strophe über das Flugzeug und den Autopiloten durchbricht die spielerische Stimmung. Sie beschreibt ein Lebensgefühl, bei dem man zwar „ganz vorne“ sitzt, also privilegiert ist, aber keine echte Kontrolle über die Richtung hat. Man lässt sich treiben – eine Metapher für eine Generation, die in Wohlstand aufwächst, aber die Orientierung dem System überlässt.
Das Ende des Liedes schlägt einen fast schon düsteren Ton an. Plastikbälle sind überall (Land, Wasser, Luft). Sie werden „niemals untergehen”. Mit jeder Welle kommen neue hinzu.
Was zunächst wie Beständigkeit klingt, lässt sich heute kaum noch ohne den Gedanken an Umweltverschmutzung und Mikroplastik lesen. Die „Schönheit“ des Objekts steht im Konflikt mit seiner Unzerstörbarkeit. Der Text ist eine ironische Auseinandersetzung mit der Oberflächlichkeit des modernen Glücks. Er zeigt, wie wir uns mit billigen, synthetischen Dingen ablenken, während unsere Welt auf „Autopilot“ läuft und unser Plastikmüll uns letztlich überdauern wird.
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Wenn ich im Lotto gewinnen würde, was ich gar nicht spiele, würde ich eine Summe ab 500.000 Euro als Gewinn bezeichnen. Alles darunter wäre lediglich ein Ausgleich des bislang Eingezahlten, also ein Nullsummenspiel.
Die Gewinnquote am 21.01.2026 betrug für sechs Richtige plus Superzahl 14.427.968,20 Euro und für sechs Richtige 580.027,20 Euro.
Es ginge also um 13.927.968,20 Euro.
Ich beobachte, wie Menschen jeden Alters in Mülltonnen nach Glas-Pfandflaschen suchen, für die sie zwischen 8 und 15 Cent bekommen. Ich würde meine Augen und Ohren offenhalten und mit kleinen Beträgen helfen.
Ich würde die Tafel in meiner Stadt unterstützen, denn Tierheime erhalten leichter Zuwendungen als Tafeln. Derzeit werden 1,6 bis 2 Millionen Menschen in Deutschland von den Tafeln unterstützt.
Ich würde Kindergärten und Schulen fragen, ob es Kinder gibt, die aus familiärer Armut nicht an Veranstaltungen und Fahrten teilnehmen können. Ich würde nach Kindern suchen, die in ihren Begabungen gefördert werden sollten, deren Familien entsprechende Förderungen jedoch nicht finanzieren könnten. Beim derzeitigen Zustand dieser Gesellschaft wären ein paar Millionen Euro allein in meiner Stadt schnell verbraucht. Und so weiter und so fort …
Ich würde lieber eine Stiftung gründen, das Geld dort einzahlen und es langfristig und mündelsicher anlegen. Von den Zinserträgen könnten über einen längeren Zeitraum hinweg viel mehr Menschen unterstützt werden.
Ich würde versuchen, alle anderen Millionäre davon zu überzeugen, ihre Millionen ebenfalls in meine Stiftung einzuzahlen.
Man könnte so viel Gutes tun.
Nach einem Lottogewinn würde mich ein Fernsehteam zu Hause besuchen, um mich zu interviewen. Lest selbst:
» REGISSEUR: Also, Herr Lindemann, Sie wissen ja, um was es sich handelt. Ein kleiner Film für den Kulturbericht der Abendschau. Sie sagen uns kurz, wie Sie heißen …
LINDEMANN: Lindemann …
REGISSEUR: Richtig … und daß Sie 500.000 D-Mark im Lotto gewonnen haben … und was sie damit machen wollen. Wir probieren es jetzt mal … ohne Kamera … bitte sehr …
LINDEMANN: … Ja … eben … daß ich Erwin Lindemann heiße …
REGISSEUR: Im ganzen Satz … Ich … heiße … Erwin … Lindemann …
LINDEMANN: Ich … heiße … Erwin … Lindemann, bin Rentner und 66 Jahre … mit meinem Lottogewinn von 500.000 D-Mark mache ich erst mal eine Reise nach Island … dann fahre ich mit meiner Tochter nach Rom und besuche eine Papstaudienz … und im Herbst eröffne ich dann in Wuppertal eine Herren-Boutique.
REGISSEUR: Ge … nau … so! Können wir?
KAMERAMANN: Wir können … Ton
TONMEISTER: Läuft!
KAMERAMANN: Klappe!
KAMERAASSISTENT: Lottogewinner, die erste … (schlägt Klappe)
(Lindemann erschrickt.)
REGISSEUR: Bitte, Herr Lindemann … genau wie eben … und ganz entspannt …
LINDEMANN: Ja, ich heiße Erwin Lindemann, bin Rentner, 66 Jahre, und mit meinem Lottogewinn von 500.000 D-Mark …
KAMERAMANN: Aus … Das geht mit dem Licht so nicht … Geh mal mit dem Halb-K.W. noch weiter rüber …
(Beleuchter verstellt den Scheinwerfer)
KAMERAMANN: Gut! … Wir können … Ton ab!
TONMEISTER: Läuft!
KAMERAMANN: Klappe!
KAMERAASSISTENT: Lottogewinner, die zweite … (schlägt Klappe)
REGISSEUR: Bitte!
LINDEMANN: (hat die Tätigkeit des Teams irritiert verfolgt) Ich heiße Erwin Lindemann, ich bin 500.000 Jahre … halt … falsch …
REGISSEUR: Ganz ruhig … gleich nochmal … ohne Klappe …
LINDEMANN: Ich heiße Erwin Lindemann … ich bin Rentner und 66 Jahre …
(Das Licht geht aus.)
LINDEMANN: … mit meinem Lottogewinn von 500.000 D-Mark mache ich erst einmal eine Reise nach Island, dann fahre ich mit meiner Tochter nach Rom und besuche eine Papstaudienz, und im Herbst eröffne ich dann in Wuppertal eine Herren-Boutique …
REGISSEUR: Aus! … was ist denn das nun wieder?!
BELEUCHTER: Guck mal nach der Sicherung …
TONMEISTER: Der Ton läuft!
KAMERAMANN: Kamera auch! … und die Birnen?
BELEUCHTER: Weiß nicht … sind noch zu heiß … ah! … Der Stecker is‘ raus!
(Das Licht geht an.)
LINDEMANN: War es so richtig?
REGISSEUR: Hervorragend … aber wir hatten da ein Problem … bitte noch einmal, Herr Lindemann … und ganz locker …
TONMEISTER: Ton läuft!
KAMERAMANN: Klappe!
KAMERAASSISTENT: Lottogewinner, die dritte … (schlägt Klappe)
(Der Regisseur gibt Lindemann ein Zeichen.)
LINDEMANN: Ich heiße Erwin Lindemann, bin Rentner, 66 Jahre und … und ein Lottogewinn von 500.000 D-Mark. Erst mal mache ich mit meiner Wupper … äh … mit meiner Tochter eine Reise nach Wuppertal und eröffne dann in … Island eine Herren-Boutique …
REGISSEUR: Aus! … Entschuldigen Sie, wenn ich Sie unterbreche, aber sie planten doch erst eine Reise nach Island und wollten dann mit Ihrem Fräulein Tochter nach Rom zur Papstaudienz, und im Herbst eröffnen Sie eine Herren-Boutique in Wuppertal …
LINDEMANN: Jawohl …
REGISSEUR: Na, dann erzählen Sie das doch einfach … Also neue Klappe …
TONMEISTER: Ton läuft!
KAMERAMANN: Klappe!
KAMERAASSISTENT: Lotto, die vierte … (schlägt Klappe)
REGISSEUR: Bitte!
LINDEMANN: Ich heiße Erwin Lottemann …
REGISSEUR: Aus! … Wie heißen Sie?!
LINDEMANN: Lottemann … äh … Lindemann!
REGISSEUR: Bitte neue Klappe …
KAMERAASSISTENT: Lotto, die fünfte … (schlägt Klappe)
REGISSEUR: Bitte!
LINDEMANN: Ich heiße Lindemann, bin seit 66 Jahren Rentner …
REGISSEUR: (schlägt sich aufs Knie) Aus!
LINDEMANN: … und habe 500.000 D-Mark gemacht mit meiner Tochter in Wuppertal … nee!
REGISSEUR: Herr Lindemann …
LINDEMANN: Jetzt weiß ich …
REGISSEUR: Klappe!
KAMERAASSISTENT: Lotto, die sechste … (schlägt Klappe)
REGISSEUR: Bitte!
LINDEMANN: Ich heiße Erwin …
KAMERAMANN: Halt … Mikro im Bild …
REGISSEUR: Gleich weiter … ohne Klappe …
KAMERAASSISTENT: Wir haben noch 5 Meter!
REGISSEUR: Bitte!
LINDEMANN: Ich heiße … na! … Erwin … ich heiße Erwin und bin Rentner. Und in 66 Jahren fahre ich nach Island … und da mache ich einen Gewinn von 500.000 D-Mark … und im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herren-Boutique in Wuppertal …
Der Lottogewinner ist ein Sketch des deutschen Humoristen Loriot. Er wurde erstmals 1976 in der Fernsehserie Loriot mit Heinz Meier und Claus Dieter Clausnitzer in den Hauptrollen ausgestrahlt. [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Lottogewinner]
Täglicher Schreibanreiz
Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnen würdest?
Der am 28.01.2022 auf dem Album „Mother“ veröffentlichte Song „Autopsy“ von Highasakite beschreibt eine Atmosphäre von intensiver, fast klinischer Beobachtung und den gleichzeitigen Drang nach persönlicher Befreiung. Die Protagonistin beschreibt sich selbst als „unidentifiziert“, „geheimnisvoll“ oder „ambivalent“. Sie steht unter der ständigen, intensiven Beobachtung eines Gegenübers, das sie wie ein Experiment oder ein Objekt analysiert, sie hypnotisiert und sogar ihren Puls prüft. Es herrscht eine Spannung zwischen seiner Faszination und ihrem Gefühl, seziert zu werden.
Trotz der chaotischen und explosiven Metaphern bleibt die Sprecherin unversehrt. Sie „wischt es einfach weg“ und gewinnt aus der Situation eine fast übernatürliche Stärke: Sie fühlt sich „high“. Sie behauptet, den Mond bewegen zu können. Sie reißt Mauern nieder, während um sie herum die Stadt brennt.
Inmitten dieser intensiven Dynamik, während ihr Partner unruhig schläft, trifft sie eine klare Entscheidung. Das wiederholte „I’m gonna walk away“ am Ende verdeutlicht ihren endgültigen Entschluss, sich dieser erstickenden Beobachtung und ihrer destruktiven Umgebung zu entziehen.
Der Song thematisiert die Rückgewinnung der eigenen Autonomie. Es geht darum, sich aus einer Beziehung oder Situation zu lösen, in der man zwar bewundert und analysiert, aber nicht als Mensch wahrgenommen wird. Stattdessen soll die eigene, zerstörerische Kraft zur Befreiung genutzt werden.
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Diese Frage lässt sich sowohl allgemein als auch konkret beantworten.
Ich beantworte sie allgemein: Ich lese Sachbücher (wenn sie flüssig zu lesen sind), Romane, philosophische Essays, psychologische Populärliteratur, Science-Fiction, Thriller oder Skurriles. Fünfundneunzig Prozent aller Bücher kaufe ich aufgrund von Empfehlungen, Rezensionen, gesehener oder gehörter Interviews oder Gesprächen mit den Autorinnen und Autoren. Fünf Prozent kaufe ich, indem ich in einer Buchhandlung stöbere.
Der am 27.01.2012 veröffentlichte Song „Im Stillen” von Max Prosa, der auf dem Album „Die Phantasie wird siegen” zu finden ist, beschreibt die Melancholie einer einseitigen oder unausgesprochenen Liebe. Er thematisiert das Scheitern der Kommunikation zwischen zwei Menschen und den daraus resultierenden Rückzug in die Isolation. Das lyrische Ich hat versucht, seine Gefühle durch Taten, Bilder oder Poesie auszudrücken, anstatt klare Worte zu benutzen. Dieser Versuch, den „Zauber” zu bewahren, führte jedoch dazu, dass die Botschaft nicht ankam.
Es herrscht eine schmerzhafte Distanz. Während das Gegenüber die Liebesbeweise nicht versteht oder nicht sieht, verharrt das lyrische Ich in tiefer Zuneigung. Als Reaktion auf Zurückweisung oder Unverständnis flüchtet sich die Person in Alkohol und Einsamkeit. Das repetitive Ende verdeutlicht, dass die Liebe im Verborgenen weiterlebt. Zwar ist man dem anderen weiterhin innerlich verfallen, doch diese Verbindung findet nur noch in der Gedankenwelt des lyrischen Ichs statt, nicht mehr in der Realität.
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